Marktplatz - Blickpunkt Jöllenbeck

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Willis beste Mettwurst bleibt!
Die Fleischerei Kronsbein schließt. Nach drei Generation und 122 Jahren. 122 Jahre, in denen mitten in Jöllenbeck geschlachtet und jeden Tag handwerklich frische Wurst hergestellt sowie frisches Fleisch angeboten wurde. 122 Jahre, in denen unzählige Jöllenbecker treu zu dieser Fleischerei standen, oft ebenfalls über Generationen hinweg. Eine wechselseitige Kundenbindung, die fast familiäre Züge hatte. „Das dies jetzt zu Ende geht, schlägt mir schon auf den Magen,“ gesteht Ulrike Kronsbein, die seit zweiundvierzig Jahren mit im Geschäft steht. „Ich komme gebürtig aus Enger und habe als junge Frau eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht. Da meine Großeltern in Jöllenbeck wohnten, war ich häufig hier zu Besuch und kannte natürlich auch den Betrieb. Wirklich kennengelernt haben wir uns auf einer Tanzveranstaltung in Bünde. Es war eine schöne Zeit.“ Willi Kronsbein ergänzt: „Da hat sich damals eine Clique aus Jöllenbeck gefunden, die es so heute noch gibt.“ Mit dem Blick zurück erklärt Willi Kronsbein: „Mein Beruf hat mir immer Spaß gemacht und tut es noch heute. Aber ganz ehrlich: wenn es Sonnabendnachmittag wird, die Arbeit ist getan und nichts liegt mehr an – das genießen wir jetzt schon!“
So ganz die Hände in den Schoß legen, wollen die Kronsbeins allerdings nicht. Ladengeschäft und Partyservice werden der Vergangenheit angehören. Ein Schwerpunkt soll die Zucht der Berichon du Cher-Schafe und der Dexter-Rinder sein (siehe auch den Bericht im Blickpunkt April 2017 im Internet unter www.blickpunkt-joellenbeck.de). Die Kronsbeins engagieren sich dazu im Freundeskreis der Dexter-Liebhaber. Ulrike Kronsbein überlegt, ob sie Kochrezepte zusammenstellen möchte, die man mit einem vertretbaren zeitlichen und organisatorischen Aufwand nachkochen kann, die gelingen und dazu noch gut schmecken.
Der Schlachtbetrieb wird in einem eingeschränkten Rahmen fortgeführt. Deshalb kann man auch in Zukunft im Hofladen Düsediekerbäumer in Oetinghausen Willis beste Mettwurst finden. Zumindest ein kleiner Trost.
  
Nach 30 Jahren:
Maria geht in den Ruhestand
Erst an der Beckendorfstraße und seit fünfzehn Jahren an der Vilsendorfer Straße: jeder Jöllenbecker kennt die Änderungsschneiderei von Maria Gaese.
Die gelernte Näherin und gebürtige Athenerin kam 1971 nach Bielefeld. Hier kamen ihre drei Kinder und inzwischen schon sechs Enkelkinder zur Welt. Maria änderte von der Hose bis zum Brautkleid, vom Pelzmantel bis zur Lederjacke alle Kleidungsstücke, die ihre Kunden zu ihr brachten, sogar einmal ein Nikolaus-Kostüm.
Rückblickend sinniert Maria: „Ich habe in meinen beiden Nähstuben immer allein gearbeitet. So ganz allein war ich ja auch nicht, denn immer wieder erklang die Türglocke, wenn die nächste Kundin, der nächste Kunde kam. Und dann hatte ich auch Zeit für ein Gespräch. Meine Arbeit hat mir immer Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich so tolle Kunden hier in Jöllenbeck hatte. Manchmal war es richtig lustig. Daher bin ich schon etwas traurig, dass das jetzt zu Ende gegangen ist. Mal sehen, wie ich es als Rentnerin aushalte!“
Im Dezember hatte Maria noch mal ihre Kundinnen auf eine Tasse Kaffee oder ein Glas alkoholfreien Sekt eingeladen. Kuchen und griechischer Kartoffelsalat standen auch bereit. Die Stimmung war gut, es wurde viel gelacht – und die Nähnadel blieb an diesem Tag einfach mal im Nadelkissen stecken.
Maria freut sich auf ihren Unruhestand und sie freut sich, wenn der eine oder andere vielleicht doch noch ein Kleidungsstück geändert haben möchte: unter der Telefonnummer 05206 / 70 66 80 ist Maria auch weiterhin zu erreichen, auch wenn sie Anfang Januar ihren Laden an der Vilsendorfer Straße geräumt haben wird.
  
Angekommen
In der ersten Novemberwoche hat Birgit Dittrich ihre neue Räumlichkeit im Untergeschoss des Jürmker Sportstudios bezogen. Der alte Tresorraum der Sparkasse ist nicht wiederzuerkennen – heimelig, in warmen Tönen ausgestattet (Foto links). Die gut besuchte Eröffnungsfeier bevölkerten nicht nur ihre Kunden, die sie in den letzten eineinhalb Jahren gewonnen hatte, sondern viele Neugierige gesellten sich dazu. Ach übrigens, die Tresortür wird nicht verschlossen ...
„Die Menschen, die mich aus dem Peppmeiersiek kannten, sind durchweg von dem Raum hier angetan, insofern war der Schritt richtig. Zudem sehen die Kunden des Sportstudios mein Angebot und sie fragen auch aktiv nach, da entwickelt sich was!“, freut sich Birgit Dittrich in einem Resümee des ersten Monats an der Spenger Straße.
Die gute Nachricht für Unentschlossene: das Kennenlernangebot (30 Minuten Rückenmassage für nur 25,-€) wird viel nachgefragt und daher bis zum Jahresende verlängert!
Die zweite gute Nachricht: natürlich bleibt auch die Treuekarte (nach zehn Terminen ist der elfte gratis, die vorher gebuchten Zeiten werden dabei gemittelt)!
An und für sich vergibt Frau Dittrich die Termine nur telefonisch (Telefon 05206 / 99 82 661), im Dezember probiert sie zusätzlich eine Beratungsstunde aus: an drei Vormittagen, jeweils an einem Mittwoch – 6., 13. und 20. Dezember – zwischen 10 und 11.00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich persönlich vor Ort beraten zu lassen: „So können mich die Menschen kennenlernen und wir können über einen individuellen Massageplan sprechen. Welche Techniken wie kombiniert werden können, um ein gemeinsam zu definierendes langfristiges Ziel zu erreichen, ist bei jedem Menschen anders. Oder, man möchte nur einfach mal `runter kommen, auch dafür habe ich einiges in petto.“
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Moderne  Zahnheilkunde auf der Höhe der Zeit
Kaum jemand geht gerne freiwillig zum Arzt und ein Zahnarztbesuch weckt bei vielen ganz besondere Erinnerungen. Das Kreischen des Bohrers, das Knirschen und Knacken, wenn ein Zahn gezogen wird – selbst gestandene Männer werden dabei blass. „Unser Ziel ist, dass es gar nicht so weit kommt,“ nimmt Magdalene Schoenitz den Faden auf, „wir wollen die Zähne unserer Patienten erhalten und geben der Vorsorge breiten Raum – auch wörtlich zu nehmen, denn der erste Stock wird zum Prophylaxe-Zentrum ausgebaut. Vorbeugen ist viel besser als reparieren und tut auch nicht weh!“
Frau Schoenitz und ihr Ehepartner Christoph führen die Zahnarztpraxis an der Jöllenbecker Straße 404 in Theesen seit fünfeinhalb Jahren. Im April 2012 übernahmen sie die eingeführte Praxis von Dr. Schumann. Vorher haben beide viel Erfahrungen als angestellte Zahnärzte und als Vertretung in ganz OWL und dem angrenzenden Niedersachsen bis hin zum Niederrhein gesammelt. „Wir wollten gerne zurück nach Bielefeld und als wir von der Möglichkeit hier in Theesen erfahren haben, war es wirklich ein Glücksfall,“ erinnert sich Magdalene Schoenitz.
Die Praxis war bislang nur im ersten Obergeschoss angesiedelt, jetzt erstreckt sie sich über das gesamte Haus. Der Eingang ist nach vorne zur Jöllenbecker Straße verlegt: „Die Behandlungsräume sind jetzt ebenerdig und barrierefrei erreichbar, das war für uns sehr wichtig,“ betont Frau Schoenitz. Viel Licht und eine helle moderne Anmutung empfangen den Besucher. Schöne großformatige Fotos von Bielefeld und Umgebung ergänzen harmonisch die Einrichtung auch in den Behandlungsräumen. Mehr Platz und mehr Komfort sind aber nicht die einzigen Erneuerungen erklärt Frau Schoenitz: „Wir haben unser Methodensprektrum erweitert indem wir jetzt ein Mikroskop zur Wurzelbehandlung installiert haben. Für den besseren Komfort der Patienten wurden die bestehenden Behandlungsstühle mit Tempur-Auflagen versehen, ein neuer Behandlungsstuhl ist von vornherein mit einer Tempur-Polsterung ausgestattet.“
Alle Abläufe in der Praxis sind digitalisiert, auch die Röntgenaufnahmen fließen direkt in die digitale Patientenakte ein.
Im kommenden Jahr wird im Obergeschoss ein spezieller Behandlungsbereich für ganz junge Patienten eröffnet. „Zwar ist Karies bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu früher zurückgegangen, aber natürlich kommen auch Kinder zum Zahnarzt und auf deren spezielle Bedürfnisse wollen wir noch besser vorbereitet sein. Für die jungen Patienten gibt es daher oben ein separates Wartezimmer und gleich nebenan einen Still- und Wickelraum.“
Das Team um Magdalene und Christoph Schoenitz umfasst zahnmedizinische Fachassistentinnen und zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentinnen, ergänzt um eine Auszubildende. Es existiert eine Kooperation mit einem Chirurgen, wobei die Operationen in der Praxis in Theesen stattfinden . Der Schwerpunkt der Praxis liegt in der ästhetischen Zahnheilkunde und der Wurzelkanalbehandlung. Vertiefte Kenntnisse bestehen zudem in der Kinder-Zahnheilkunde, der Parodontologie, der Prothetik und der Behandlung von Kiefergelenkerkrankungen.
Die Patienten kommen aus einem weiten Umkreis, von den benachbarten Bielefelder Stadtteilen bis nach Spenge und Enger. „Wir haben tolle Patienten und uns und unserem Team macht die Arbeit Spaß, darin werden wir immer wieder durch ganz viele positive Kommentare bestätigt,“ strahlt Magdalene Schoenitz zum Abschluss.

  
Physiotherapie Kemminer
Hier wartet stets ein Lächeln auf Sie
Seit über zwanzig Jahren ist „Kemminer“ in Jöllenbeck ein Begriff, wenn es um Physiotherapie geht. Zuerst an der Beckendorfstraße angesiedelt, dann 2003 der Umzug in die ehemalige Sparkassen-Geschäftsstelle hinter dem alten Kleinbahnhof und jetzt seit April in der Amtsstraße 19. Hier behandelte über Jahre hinweg Dr. Mudrack die Zahnleiden der Jöllenbecker. Heute dringt kein Kreischen der Bohrer mehr nach draußen, gerne steigen die Besucher die Treppe in den ersten Stock hinauf, ganz freiwillig und häufig mit einem Lächeln im Gesicht.
In sechs Räumen auf zwei Etagen kümmern sich vier Mitarbeiterinnen um das Wohlergehen nicht nur der Jöllenbecker. Viel Zuspruch erhält die Physiotherapie-Praxis Kemminer auch aus dem Raum Enger/Spenge.
„Wir haben ganz klassische Krankengymnastik nach Bobath im Programm, dazu verschiedene Massagen und Wellness-Behandlungen. Für die nahe Zukunft plane ich den Erwerb spezieller Geräte für Therapien mit einem Schwerpunkt für ältere Menschen. Ohnehin erweitern wir unser Angebot immer mal, ohne dabei allen Modetrends hinterher zu laufen. Dies schätzen unsere Kunden offenbar, denn viele kommen schon über Jahre zu uns. Natürlich auch, um vorzubeugen, dass einmal aufgetretene Beschwerden sich nicht wieder einstellen. Abgerundet wird unser Kompetenzspektrum durch Ernährungsberatung und cranio-sakrale Therapien, die ebenfalls hier in den Räumen durchgeführt werden,“ stellt Jörg Kemminer im Gespräch fest.
Was es in den neuen Räumen jetzt nicht mehr gibt und auch nicht mehr geben wird, sind Trainingsangebote an Geräten, wie man sie in einem Fitness-Center erwartet.
Während die Behandlungen in der Regel nach einer halben Stunde beendet sind, können andere, wie z.B. Lymphdrainagen bis zu einer Stunde dauern. Bestimmte Behandlungen werden auf Wunsch auch im Rahmen von Hausbesuchen durchgeführt.
Ob Sie unter 20 oder über 90 sind – bei „Kemminer“ wartet immer ein Lächeln auf Sie.
  
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