Marktplatz - Blickpunkt Jöllenbeck

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Artikel
Die Wiederentdeckung der Handschrift – eine Streitschrift
Erinnern Sie sich noch an Ihre Schulzeit, die blaue und die grüne Fraktion im Klassenzimmer? Gemeint sind die beiden damals vorherrschenden Schreibgeräte, deren Unterschiede von ihren Anhängern immer wieder betont wurden. Blaue Finger machten sie am Ende oft beide. Vielleicht besitzen Sie inzwischen oder immer noch einen Kolbenfüllhalter, aber wann haben Sie den das letzte Mal benutzt? Wie ist es um Ihre Handschrift bestellt? Schreiben Sie viel, gerne, oft mit der Hand? Der Autorin, eine in Deutschland anerkannte Expertin in Sachen Handschrift, geht es zunächst um die Fähigkeit, schreiben zu können. Eine Fähigkeit, die in unserer Gesellschaft weithin vorausgesetzt wird, die aber nach Auffassung von Susanne Dorendorf nicht die gebührende Aufmerksamkeit erhält. Dabei sind die wichtigen Wechselwirkungen von ‚Schreiben‘ auf das ‚Lesen‘ und die Feinmotorik  hinlänglich belegt.
Mit dem vorliegenden Band möchte Frau Dorendorf jeden Menschen anregen, sich mit seiner eigenen Handschrift zu beschäftigen, diese weiter zu entwickeln und wieder mit mehr Freude Dinge mit der Hand (und dem Stift) zu schreiben. Sie richtet sich damit an Schulkinder ebenso wie an Erwachsene. Ihr Ziel sind nicht kalligrafische Kunstformen, sondern eine flüssige, lesbare Alltagsschrift.
25 Jahre ‚Jürmker‘ Bücherstube
Zerrissene Wahrheit
Mit der Lesung der Bielefelder Krimiautorin Heike Rommel startete die Serie von insgesamt drei Veranstaltungen, die im November und Dezember anläßlich des Jubiläums der Bücherstube stattfinden. Noch bevor Heike Rommel die ‚Bühne‘ betrat, stimmte der Saxophonist Thomas Schweizer die Zuhörer*innen auf die spannungsreiche Geschichte ein. Es braucht ja eigentlich nicht erwähnt zu werden, dass auch diesmal die Plätze im Heimathaus ausverkauft waren. ‚Zerrissene Wahrheit‘ ist der vierte Bielefeld-Krimi von Heike Rommel, mit dieser Lesung war sie auch zum vierten Mal für eine Lesung in Jöllenbeck.Gastgeber Hartwig Bögeholz versäumte es in diesem Zusammenhang nicht, auf das Beispiel der Lippe-Krimis zu verweisen, wo die treue Leserschaft aus Jöllenbeck in einem der Bände den hiesigen Sprengel als Tatort erleben durfte. Aber dafür war diese Lesung eine Premiere, die Autorin stellte ihren Fans erstmals den neuen Roman vor, der im Anschluss auch druckfrisch zu erwerben war.
Die Geschichte handelt von der Bibliothekarin Margaret Lückner, Mitte 50, angestellt in der Uni-Bibliothek, in einem schönen Haus in der Nähe der Werther Straße wohnend. Ihr (zweiter) Ehemann Rudolf Hofmeister betreibt eine Galerie in der Altstadt, dann gibt es noch ihre Tochter Friederike, Studentin in Leipzig und Kind einer Affäre. Margaret Lückner, die das Opfer eines Verkehrsunfalls wird, verfügt über ein überraschend hohes Vermögen in komplizierten Vermögensverhältnissen. Neben dem Ermittlerteam bestehend aus Kommissar Dodo (Dominik Domeier), dem Leiter Bent Andersen, der jüngsten im Bunde, Kommissarin Nina Tschöke und dem Anti-Held des Teams, Frank-Tilman Herbst, tauchen nach und nach weitere Personen aus dem Leben von Margaret Lückner auf. Karen, eine alte Freundin, die bei dem Notar Dr. Reinhold beschäftigt ist, der auch das Testament von Frau Lückner aufgesetzt hat. Hubert Achleitner, der erste Ehemann, lebt in Bad Tölz und stellt sich die Frage, „wie das Ende der Welt aussieht?“. Und einige andere mehr. Die Kripo ermittelt zunächst in alle Richtungen ...
Auch Wölfe spielen eine Rolle und wenn sie nur in Olderdissen schaurig schön im Mondlicht heulen.
25 Jahre „Jürmker“ Bücherstube
Kulturelle Selbsthilfe
Im Februar 1993 taten sich 22 Gesellschafter zusammen, um einen Misstand in Jöllenbeck zu beseitigen: eine moderne, anspruchsvolle Buchhandlung fehlte. Im November öffnete die Bücherstube, zunächst noch sehr klein auf der Fläche, die jetzt gleich links vom Eingang die Kalender beherbergt. Zwar ist die Bücherstube bis heute ein Erfolgsrezept geblieben, aber das Leseverhalten in Deutschland hat sich erheblich gewandelt. „Etwa 30 Millionen Menschen hierzulande lesen etwa ein Buch pro Jahr, sind also Gelegenheitsleser. Darunter leiden nicht nur die Abverkäufe in den Buchhandlungen, sondern auch die gesellschaftlichen Diskurse. Die geistige und kulturelle Auseinandersetzung lässt spürbar nach. Das müsste nicht sein, wie das Beispiel Frankreich zeigt – in unserem Nachbarland zählt die ganz überwiegende Mehrzahl der Leser zu den Viellesern,“ beschreibt Hartwig Bögeholz das allgemeine Umfeld. Daher bezeichnet Bögeholz die Situation in Jöllenbeck als stabil, avantgardistische Experimente würde er jedoch nicht angehen, den Status quo zu halten ist stetige Herausforderung genug. Viele Jöllenbecker gehören zu der (anspruchsvollen!) Stammkundschaft der „Jürmker“ Bücherstube. Sie wissen aus Erfahrung: bestens sortiert und selbstverständlich bester Service. Und sie schätzen die regelmäßigen Lesungen, durch die seit Jahrzehnten bekannte und (noch) unbekannte Autoren nach „Jürmke“ kommen. Ob Heimathaus, Gemeindehaus oder Aula – sehr selten, wenn der jeweilige Raum nicht bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Übrigens: im November und Dezember stehen aus Anlass des Jubiläums gleich drei Lesungen in Folge auf dem Programm: Heike Rommel / 8.11., Carmen Korn / 22.11., Mechthild Borrmann / 4.12.! Dazu das Engagement der Bücherstube in Sachen Leseförderung in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen. So geht Literatur vor Ort.
„Wir haben in den letzten Jahren auch etwas geforscht und die Bücher zusammengetragen, die von Jöllenbecker Autoren verfasst worden sind. Das literarische Highlight ist sicher Mechthild Curtius, aber die Spannbreite des literarischen Schaffens der Jöllenbecker ist auf jeden Fall bemerkenswert. Bücher haben in Jöllenbeck immer eine Rolle gespielt. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir Jugendliche und junge Erwachsene wieder mehr an das Lesen heranführen können, z.B. durch junge Autoren. Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass Kinder beim Lesen wie seit Anbeginn dadurch ‚gefesselt‘ sind, dass der Text bei ihnen das ‚Kino im Kopf‘ in Gang setzt. Da hat sich noch nicht viel geändert. Jetzt muss es uns nur noch gelingen, diesen Erfahrungsschatz bei den jungen Leuten über die Zeit zu retten. Daran arbeiten wir noch,“resümmiert Hartwig Bögeholz den Auftrag an die Zukunft der Bücherstube, die im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurde (der Blickpunkt berichtete).
Demnächst soll ein neues Angebot getestet werden: in einer geschlossenen Gruppe den Abend lesend und hörend in der (geschlossenen) Buchhandlung verbringen – ein intensives gemeinsames Leseerlebnis, ob Belletristik, Ratgeber oder Donna Leon, das mag dann jeder für sich bzw. in der Gruppe entscheiden. Eine neue Form der kulturellen Selbsthilfe!                 
  
40 Jahre Alt und Jung in Bielefeld: Eine Pflege-Vision wird erwachsen
Unser Leitgedanke, die Wünsche älterer und behinderter Menschen zum Maßstab der Unterstützung zu setzen und dabei die Bedürfnisse der helfenden Menschen einzubeziehen, hat sich bis heute bewährt.
Wir fingen an als Hausbesetzer und Weltverbesserer, die den Anspruch hatten, hilfebedürftige Menschen sollten so selbstbestimmt wie möglich leben, und die dies auch für sich selbst anstrebten. Wir, das waren eine Gruppe Pflegender und eine pflegebedürftige Dame, die sich mit knapp vierzig Jahren zu jung für ein Altersheim fühlte und nach anderen Möglichkeiten der Versorgung suchte. Dies war der Anstoß zur Gründung des Vereins Freie Altenarbeit Alt und Jung e.V. im Winter 1987. Natürlich haben wir uns seitdem verändert, sind gewachsen, und haben uns weiter entwickelt. Aus einer Handvoll Idealisten mit der Vision von einer besseren Pflegewelt ist ein professioneller Pflegedienst geworden, der heute knapp 180 Angestellte umfasst. Mittlerweile, im Jahr 2018, begleiten, pflegen und unterstützen wir mit examinierten Pflegekräften, Kaufleuten, Hauswirtschaftsleuten und vielen tatkräftigen ehrenamtlichen Helfern gemeinsam 8,5 % der pflegebedürftigen Menschen in dieser Stadt.
Von Wachstumsschmerzen und Entwicklungsprozessen
1981 entstand in einem besetzten Haus in Schildesche die erste Pflege-Wohngemeinschaft, auch „H1“ genannt. Die Bewohner von „H1“ waren Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf und Pflegende, die anfänglich ebenfalls im Haus wohnten. Vieles war Neuland, Reibungen gehörten zum Alltag und Prozesse des Zusammenlebens mussten ausgelotet und verhandelt werden.
Schnell wurde die WG dann jedoch bekannt beim Bäcker, beim Apotheker, dem Friseur oder beim Hausarzt. Die Menschen im Viertel wurden dabei unterstützt, sich zu vernetzen und ihre Anliegen gemeinsam zu lösen. Die „H1“ wuchs stetig und weitere WGs bzw. Quartiersangebote folgten. Die Wohngemeinschaft H1 besteht bis heute und ist fester Bestandteil im Alt Schildescher Stadtkern. Von Bedeutung ist für uns bis heute auch die Einbindung der Wohngemeinschaft in das Quartier. Vernetzungsarbeit ist, nach der guten Pflege der Menschen, Hauptbestandteil unserer Arbeit, um Nähe im Wohnumfeld zu schaffen. Das Zusammenwohnen der Generationen war und ist ein maßgeblicher Faktor für die Entwicklung unseres Konzeptes. Dies erweist sich oft als eine Herausforderung, immer aber auch als eine Bereicherung. Denn unser Konzept basiert nicht im klassischen Sinne auf Zahlen und unternehmerischen Zielen, es erwächst aus der Realität verschiedener Lebensstile, Wohnwünschen und Persönlichkeiten. Dafür ist das selbstbestimmte Leben des Einzelnen ebenso ausschlaggebend wie das voneinander Lernen und miteinander Leben von Alt und Jung.
1995 wurden wir ein anerkannter Pflegedienst und genügen seither allen Anforderungen der gesetzlichen Leistungsträger. Es folgten die Verträge über Leistungen der ambulanten Hilfe für Menschen mit Behinderungen und ergänzende Leistungen der Hilfe zur Pflege.
Aufgrund des immer weiter steigenden Bedarfs an alternativen Pflegekonzepten entstand 1996 in Zusammenarbeit mit der Bielefelder Gemeinützigen Wohnungsbaugesellschaft (bgw) und der Stadt Bielefeld das „Bielefelder Modell“ zum quartiersbezogenen Wohnen mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale – ein Angebot an barrierefreiem Wohnraum und stadtteilbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten. Das „Bielefelder Modell“ ist heute weit über die Grenzen Bielefelds hinaus bekannt und macht bis heute überregional Schule.
2005 teilte sich der Verein aufgrund der Größe in die Vereine Alt und Jung Nord-Ost und Alt und Jung Süd-West auf, die mittlerweile jeweils größer sind als der damalige Verein selbst war.
Mit unseren Teams sind wir heute in vielen Wohnquartieren Bielefelds aktiv und bieten ein hoch qualifiziertes und am Bedürfnis des einzelnen Menschen orientiertes Dienstleistungsangebot, welches kontinuierlich reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt wird. In unseren neun Quartiers-Pflegeteams organisieren die Mitarbeiter ihre Arbeit eigenständig. Koordinierend wirkt unsere Geschäftsstelle, dass sich seit Mai 2017 in der Buddestraße 15 befindet.
Wir arbeiten gemeinsam mit Engagement und Professionlität daran, die Vielfältigkeit der Lebenskonzepte weiter zu gestalten und zu verbinden. Hierbei ist das effektive Zusammenspiel von Pflegedienst, Nachbarschaft, ehrenamtlich Tätigen, anderen sozialen Einrichtungen und lokalen Ressourcen bestimmend. Zusammen entwickeln wir täglich eine Versorgungsstruktur, die die bisherige Pflegelandschaft nachhaltig erweitert und verbessert. Besonders wichtig ist uns die Stärkung von sozialen und kulturellen Aktivitäten, Ortsnähe und die Beschränkung auf ein kleines Gebiet.
Nicht zuletzt haben wir uns auch strukturell und als Organisation weiter entwickelt und sind heute ein mittelständisches, sozialwirtschaftliches Unternehmen mit neun Quartiersstützpunkten. Wir bieten ambulante Pflege, soziale Hilfen, soziale Beratung und individuelle Begleitung bei Unterstützungsbedarf.
Und noch immer sind wir Menschen, die nicht einfach hinnehmen, was vorgegeben wird. Bis heute gilt unverändert unser Ziel, Menschen mit besonderem Hilfebedarf individuelle Unterstützung in der eigenen Wohnung zu bieten und ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Wir sind nach vierzig Jahren engagiert, kompetent, verlässlich und noch immer ein bisschen anders!  
  
Vier Jahrzehnte im Beruf
„Mein Vater hätte gern gesehen, wenn ich Bäcker geworden wäre. Aber nach Abschluss der zweijährigen Handelsschule in Bünde war ich mir sicher, einen kaufmännischen Beruf ergreifen zu wollen. Da las ich die Anzeige der Kanzlei Späth, die einen Ausbildungsplatz für einen 'Gehilfen im steuer- und wirtschaftsberatenden Beruf' anboten, eine ziemlich sperrige Berufsbezeichnung. Mein Vorsprechen bei Herrn Späth führte unmittelbar zum Erfolg, ja, Herr Späth fragte sogleich, ob ich nicht schon einen Monat vorher anfangen könnte, es gäbe soviel Arbeit. So begann meine Ausbildung bereits am 1. Juli. Der erste Tag ist mir noch in besonderer Erinnerung, denn am Abend hatte Herr Späth die Belegschaft eingeladen und wir fuhren in ein Restaurant in der Nähe und feierten bis in die Nacht,“ erinnert sich Ulrich Schade und lacht.
Auf die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung folgte der Wehrdienst und im Anschluss eine Anstellung in einem Steuerbüro in Herford. „Herr Späth nahm nach einiger Zeit Kontakt zu mir auf und hat mich quasi abgeworben. Die Kanzlei hat sich seitdem stetig weiter entwickelt. Herr Finke trat die Nachfolge von Herrn Späth an, dann kamen weitere Partner hinzu, zunächst Frau Marquardt, dann Herr Kaup. Gleichzeitig eröffneten wir ein Büro in Bielefeld und zweimal sind wir innerhalb Spenge umgezogen, nicht zuletzt, weil aufgrund der wachsenden Zahl der Mitarbeiter die alten Räumlichkeiten aus allen Nähten platzten,“ führt Ulrich Schade weiter aus und beschreibt einen weiteren Aspekt: „Zu Beginn haben sich mehrere Mitarbeiter einen PC geteilt und der konnte auch nicht wirklich viel, es fand lediglich eine Erfassung von Buchungsdaten statt, die Weiterverarbeitung passierte im Rechenzentrum der Datev. Aber das ganze Drumherum erfolgte manuell. Kennzahlen, Summen und Salden, Bilanzen und Abschlüsse wurden von Hand gerechnet. Andererseits waren die Berichte, die der Mandant am Jahresende erhielt auch bei weitem nicht so umfangreich. Heute ist unsere Arbeit ohne die umfassenden Möglichkeiten, die die Datev-Umgebung bietet, überhaupt nicht mehr vorstellbar.“ Die Arbeitsabläufe sind heute komplett anders,  die Beziehung zu den Mandanten hat sich allerdings auch gewandelt. „Nicht nur, dass man einen Mandanten über Jahrzehnte hinweg persönlich betreut, z.T. inzwischen in der nächsten Generation. Da wächst ein enormes beidseitiges Vertrauensverhältnis. Man geht gemeinsam den Weg, begleitet die Mandanten, sieht wie sie sich entwickeln. Die gesetzlichen Anforderungen, mit denen die Mandanten umgehen müssen haben sich grundlegend geändert, hinzu kommen noch sehr weitreichende Regeln durch das Ranking der Banken, man denke allein an Basel II. Unsere Tätigkeit ist heute für die Unternehmensentscheidungen viel wichtiger geworden und wir sind oft in der Beratung vor einer zukünftigen Investition gefordert. Früher haben wir in der Regel nur zurück geschaut,“ beschreibt Ulrich Schade den Kontakt zu seinen Mandanten. Eine regelmäßige Fortbildung ist daher für ihn Pflicht.
Der Blick zurück nach vorn
„Es war auf jeden Fall die 100% richtige Berufsentscheidung! Und ich behaupte, für junge Menschen, die ein kaufmännisches und in Teilen auch juristisches Interesse mitbringen, gilt nach wie vor: eine gute Berufsausbildung, die einem sehr abwechslungsreichen Beruf vorausgeht. Die Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer ist nicht einfach, aber dafür hat man anschließend viele Berufsaussichten, nicht nur in einer Steuerberater-Kanzlei. Der Beruf hat Zukunft, mit der Weiterbildung zum Fachwirt oder mit einem berufsbegleitend erworbenen Bachelor bieten sich immer Aufstiegsmöglichkeiten. Am Ball bleiben, den Kopf einschalten, offen sein für stete Weiterentwicklungen. Toller Beruf, nie langweilig.“ Ulrich Schade stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die weitergehende Digitalisierung auf sein Berufsfeld haben wird, ob vielleicht künstliche Intelligenz menschliche Erfahrung ersetzen könnte. Stand heute hat die Digitalisierung seiner Ansicht nach zwei Seiten: für die Finanzbehörden werden sehr viele Vorgänge erheblich vereinfacht, für die Betriebe aber auch den einzelnen Steuerpflichtigen erhöht sich der Aufwand bei oft nur geringen unmittelbar positiven Effekten. Er sieht auch die Gefahr, Ergebnissen, die der Computer auswirft allein deswegen zu vertrauen, weil diese doch von einer Software geliefert wurden. Hier ist für ihn eine langjährige Berufserfahrung auch in Zukunft nicht zu ersetzen.
Arbeit ist nicht alles
„Die Kopfarbeit im Büro hält fit – im Kopf,“ so Ulrich Schade. Für den körperlichen Ausgleich betreibt er seit vielen Jahren aktiv Radsport in der LRG Lenzinghausen, wo er auch ehrenamtlich im Vorstand aktiv ist. Jedes Frühjahr fährt er zusammen mit einigen Vereinskameraden zum Training nach Mallorca. Ulrich Schade betont aber auch die gute Arbeitsatmosphäre in der Kanzlei. Einige seiner Kolleginnen sind ebenfalls schon über Jahrzehnte dabei, die nächste und übernächste Generation geht in der Kanzlei schon ihren Weg. Hinzu kommen die sozialen Komponenten: „Angefangen über die gemeinsame Rückenschule, den Augenarzt, der regelmäßig zu uns kommt, die sportlichen Events, wie Firmenläufe etc bis hinzu unseren Betriebsausflügen, alles zusammen macht unsere Kanzlei zu einer schönen Arbeitsumgebung.“ Und die möchte Ulrich Schade auch noch lange nicht verlassen.
  
Diakonisches Altenzentrum Sogemeierstraße
Tagespflege eingeweiht
Volles Haus in der Sogemeierstraße 24: die neue Tagespflegeeinrichtung wird eingeweiht. Fröhlich begrüßen Christine Bode (Geschäftsführerin Diakonische Altenzentren Bielefeld) und Kerstin Beßler (Leiterin der Einrichtung) die ankommenden Gäste. Drinnen duftet es bereits verführerisch nach frischen Waffeln, eine große Schale frischer Erdbeeren leuchtet schon von weitem. Auch die Ehrengäste treffen ein: Superintendentin Regine Burg, zwei Mitglieder des Aufsichtsrates (Bernd Lindecke aus Heepen und Gerhard Lochte aus Schildesche). Pfarrer Hermann Rottmann ist da und auch Pfarrer Dr. Andreas Kersting.
In ihrer Begrüßung schaut Christine Bode zurück: nach einer überraschend schnellen Genehmigung des Umbaus erfolgte im September 2017 der Baubeginn. Ehemalige Büros und vor allem die vormalige Terrasse gaben die Grundfläche für die neue Tagespflege her. Im März diesen Jahres dann die Eröffnung: „Wir verfolgen mit der neuen Tagespflege in Jöllenbeck das Ziel, Menschen mit körperlicher oder seelischer Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu Hause bzw. in der Familie wohnen zu lassen. Gestartet sind wir mit Tagesgästen, die mit uns zusammen einen ersten Lernprozess durchlaufen haben. Der ist auch noch nicht abgeschlossen, aber vorläufig möchte ich behaupten, die tägliche Routine klappt immer besser, ja es läuft wirklich super! Vielen Dank an das engagierte Team um Kerstin Beßler, das durch persönliches Engagement die Dinge, die im Alltag nicht gleich klappen wollten, schnell beseitigen oder lösen konnte.“
Hermann Rottmann betont in seiner „Mini-Andacht“ die Initiative zu dieser neuen Tagespflege, die von Christine Bode ausgegangen ist. Gemeinsam singen alle Anwesenden das bekannte Lied „Lobe den Herren“, dessen Intention Pfarrer Rottmann in das Zentrum seiner Andacht stellt. Diese schließt mit der Bitte um Gottes Segen für alle, die ein- und ausgehen und hier arbeiten.
Im Gespräch erläutert Christine Bode weitere Einzelheiten der neuen Tagespflegeeinrichtung. Geöffnet ist das Haus an allen Werktagen von 8.30 bis 16.00 Uhr. Einige der Tagesgäste werden mit einem Fahrdienst zu Hause abgeholt. Sobald die Gruppe von maximal 15 Personen vollständig ist, beginnt der Tagesablauf mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend kommen alle zur „Zeitungsrunde“ zusammen. Im weiteren Verlauf wechseln sich sportliche Aktivitäten (z.B. Sitztanz) mit Ruhephasen, Gedächtnistraining oder dem gemeinsamen Basteln ab. Die hauseigene Küche sorgt für das Mittagessen und das Kaffeetrinken am Nachmittag. Für die nahe Zukunft sind auch Ausflüge geplant und eine Zusammenarbeit mit der benachbarten Kindertagesstätte.
Insgesamt zählt die Einrichtung aktuell 38 regelmäßige Gäste, von etwa dreiviertel aus Jöllenbeck stammen. Damit ist die Tagespflege bereits jetzt ausgelastet, eine Warteliste existiert jedoch bislang nicht. „Wir empfehlen stets hier mal einen Tag zur Probe hereinzuschnuppern. Wenn unser Angebot zusagt, ist es notwendig, einen Vertrag mit der Einrichtung zu schließen. In einem Beratungsgespräch klären wir dann alle notwendigen Einzelheiten.“ Momentan besitzt die Tagespflege in der Sogemeierstraße für Jöllenbeck noch das Alleinstellungsmerkmal und für das Altenzentrum stellt  sie eine wichtige Abrundung dar.
  
Neueröffnung: Konoba
Die Zeit hat sich gelohnt
Im Zentrum von Jöllenbeck, genauer auf der Ecke Dorfstraße/Amtsstraße, steht ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, das schon seit Jahrzehnten stets einen gastronomischen Betrieb beherbergt hat. Jetzt, nach eineinhalb Jahren Umbauzeit, hat das Konoba eröffnet. Konoba beschreibt in Kroatien ein kleines Restaurant, das seine Wurzeln in einem Weinkeller hat, aus dem heraus zunächst Wein und dann später auch Speisen verkauft wurden, in der Regel in einem sehr alten Gebäude. Darauf spielt Matijas Tesija an, der junge und stolze Besitzer des neuen Restaurants (Foto rechts). „Ich selbst bin in Halle/Westfalen aufgewachsen. Meine Eltern sind seit 1982 in der Gastronomie unterwegs, zuletzt führten wir als Familie ein Wellness-Hotel in der Eifel. Nach dem Tod meines Vaters wollten wir wieder hierher zurück. Da meine Eltern als junge Leute hier in Jöllenbeck gelebt haben, kommt meine Mutter sozusagen zurück nach Hause! Dieses Gebäude wurde uns angeboten und es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Zunächst einmal die Top-Lage im Herzen von Jöllenbeck. Dann die Möglichkeiten, die wir hier haben und nach und nach umsetzen möchten. Von Anfang an hatte ich eine klare Vorstellung, wie sich dieses Haus unseren Gästen einmal präsentieren sollte. Das der Weg dahin so schwierig werden würde, hatte ich allerdings nicht erwartet. Aber es ist getan und jetzt haben wir geöffnet. Daher möchte ich nach vorne schauen und alles dafür tun, meine Gäste zufriedenzustellen.“
Wer noch die Bilder der früheren Restaurants in diesem Haus im Kopf hat (zuletzt Michelangelo, davor Maskottchen), wird sich verwundert die Augen reiben. Ein stil- und geschmackvolles Ambiente erwartet die Besucher. Nicht überladen, nicht aufdringlich. Die persönliche Handschrift von Matijas Tesija lässt sich an mannigfaltigen Stellen ablesen und so wirkt das Restaurant authentisch. Wie zum Beispiel die zahlreichen Schwarzweiß-Abzüge, die die Wände schmücken und immer wieder neue Details entdecken lassen. Details aus dem Leben der Familie Tesija. Kurz, der Umbau hat dem alten Gemäuer ein modernes Ambiente eingehaucht. Und dies findet seine Entsprechung auf der Speisekarte: alte Gerichte aus Dalmatien modern interpretiert.
„Zunächst möchten wir erreichen, dass die Gäste bei uns einen schönen Abend verbringen und sich wohlfühlen. Sie sollen sich Zeit nehmen können und diese auch genießen. Dazu tragen wir bei, indem wir frische Kräuter auf den Teller bringen und zwar nicht nur als Deko. Ohnehin verarbeiten wir in der Küche ganz überwiegend regionale Produkte, sofern es irgend geht. Tintenfische werden hier allerdings leider nicht gefangen. Aber die Saisonkarten nehmen ausdrücklich Bezug auf das Angebot vor Ort, z.B. beim Wild. Der Tintenfisch wird mit einer speziellen Füllung versehen, eine der kroatischen Spezialitäten, die wir anbieten. Oder Peka, ein Schmorgericht, bei dem Gemüse, Kartoffeln und Fleisch unter einer Glocke gemeinsam langsam garen. Das dauert allerdings gut zwei Stunden und muss vorbestellt werden.“ Der Koch stammt ebenfalls aus Kroatien und legt Wert auf frisch zubereitete Speisen. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, man spürt, es wird Wert auf Individualität und Qualität gelegt. Natürlich finden sich auch vegetarische Gerichte auf der Karte. Für junge Menschen und für Ältere gibt es kleinere Portionen aller Speisen, also nicht nur die hinlänglich bekannten Kinder- und Seniorenteller.
Eine weitere Besonderheit: die beiden Hausweine. Der Rote ist eine Cuvée aus Merlot und Babic, der Weiße eine aus Malvasia und Zlatina. Die Trauben stammen aus biologischem Anbau und werden von  Matijas Tesija in Dalmatien selbst ausgebaut.
An den Tischen aus der Tischlerei Roussakis aus Steinhagen sitzt man gut und gerne auch länger. Insgesamt bietet das Konoba Platz für ca. 70 Gäste, der hintere Teil des Schankraums ist durch eine Glastür getrennt, so kann eine Gruppe mit 30 Personen auch für sich bleiben.
Geöffnet ist das Restaurant von Dienstag bis Sonntag ab 17.30 Uhr. Die Küche schließt um 22.00 Uhr. Wer auch am Mittag gerne mal etwas anderes essen möchte, kann dies an den gleichen Wochentagen von 11.30 bis 14.00 Uhr tun. Dazu gibt es jeweils eine Wochenkarte mit fünf unterschiedlichen Menüs mit je drei Gängen zu 9,90 €. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, sollte für das Abendessen einen Tisch reservieren: 05206 / 99 82 863.
Matijas Tesija zieht vorläufig eine positive Bilanz: „Wir hatten schon viele Gäste in den ersten Tagen. Alle sind sehr neugierig und stets angenehm überrascht. So, dass sie uns auch schon weiterempfehlen. Das ist ein gutes Zeichen. Hinzu kommt: wir sind ja noch gar nicht fertig mit dem Umbau. Der Biergarten ist noch eine Baustelle, dort wird eine offene Grillküche mit einer eigenen Außenkarte und eine Außentheke entstehen, ebenso der neue barrierefreie Eingang. Wir möchten auch von Zeit zu Zeit Live-Musik anbieten, wir haben Ideen für einen kroatischen Abend. Kurz, wir wollen nicht stehen bleiben, sondern den Gästen immer wieder etwas bieten, damit sie sich auf eine Abwechslung freuen können und Spaß haben. Aber über allem steht: wir möchten jeden Gast glücklich machen!“
Überzeugen Sie sich selbst, ob Sie Matijas Tesija da zustimmen können.
  
Lomi-Lomi
Neugierig auf eine intensive Erfahrung?
Ihre erste Ausbildung in dieser speziellen Massagetechnik hatte Birgit Dittrich in Österreich absolviert. Für ihre mehrtägige Weiterbildung zum Lomi-Lomi-Practitioner zog es sie auch in den Süden: die Ho‘okipa-Kahuna Bodywork Schule hat sich in München etabliert, nachdem die Gründerin und Lehrerin ihrerseits direkt in Hawaii ausgebildet wurde. Lomi-Lomi ist die traditionelle hawaiianische Massage mit einem ganzheitlichen Ansatz der therapeutischen Körperarbeit. Ursprünglich stand sie oft im Zentrum bestimmter Initiationsriten beim Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.
Nicht einzelne Extremitäten oder Körperteile, sondern der ganze Körper steht im Fokus. Das braucht seine Zeit: in lediglich einer Stunde kann man diese Massageform gerade mal kennenlernen, neunzig Minuten sollte man sich schon wirklich Zeit nehmen, mehr geht auch. „Man muss sich auf diese Massage auch bewusst einlassen, dann führt sie zu einer tiefen Entspannung. Der Gleichklang aus Massage-Bewegung-Energiearbeit hilft dabei, alte Dinge loszulassen und wieder offen zu sein für neue Erfahrungen,“ erläutert Birgit Dittrich eines der Ziele von Lomi-Lomi, eine Massage die „Körper und Seele reinigt!“
Die Weiterbildung in München zielte darauf, mit neuen Techniken eine tiefergehende Wirkung zu erzeugen. Im Verlauf einer Lomi-Lomi Massage kann durch gezielte Kombination von Spannung und Entspannung z.B. die Beweglichkeit verbessert werden. Die Massage hilft daher bei der Auflösung von Verspannungen und Blockaden. Jenseits des positiven Einflusses auf körperliche Beschwerden macht das Zusammenspiel von sensorischer Erfahrung und physischer Einwirkung in jeweils unterschiedlicher Intensität den besonderen Reiz dieser Massage aus.
Den Weg zu dieser neuen Erfahrung des eigenen Körpers bereitet Birgit Dittrich mit Ihnen nach telefonischer Beratung und Terminabstimmung:
05206 / 99 82 661
  
„100 Tage ohrginal in Jöllenbeck …
… waren 100 Tage Einsamkeit?“ „Nein, zum Glück nicht!“ lacht Rita Zeuner, „Jöllenbeck ist zwar komplett anders im Vergleich zu meinen Erfahrungen am Niederwall, viel weniger anonym, man kennt sich, also eher wie in einer Kleinstadt, aber gerade deswegen bin ich froh hier zu sein, denn ich bin überzeugt, ‚ohrginal‘ passt zu Jöllenbeck. So nach und nach spricht es sich herum und eine ganze Reihe mutiger Jöllenbecker hat sogar schon die Ladentür aufgeschubst! Einige davon sind von unserem Konzept offenbar sehr angetan und betreiben bereits intensiv Mundfunk. Das freut mich und zeigt, ich werde angenommen.“
Zu den Alleinstellungsmerkmalen von ohrginal gehört das audiosus-System: das Zusammenwirken der objektiven und subjektiven Anpassung der Hörgeräte führt zu einer signifikant besseren akustischen Wahrnehmung, „und dies oft auch bei Geräten, die nicht von den durch uns vertretenen Herstellern kommen.“
Rita Zeuner kümmert sich mit besonderer Hingabe um Kinder und Jugendliche mit angeborenen Hörminderungen. „Ich habe z.B. einen Jungen als Kunden, der ist BVB-Fan. Seine neuen Hörgeräte sind jetzt leuchtend gelb/schwarz. Die zu tragen bedarf schon einer guten Portion Selbstbewusstsein und das freut mich ehrlich gesagt noch mehr.“
Ebenfalls schon nachgefragt der Gehörschutz für den Tischlermeister oder der Schnarchschutz für die leidenden Ehepartner: sitzt perfekt und man fühlt sich nicht mehr gestört.
„Für die kommenden Monate hoffe ich natürlich auf viele weitere mutige Jöllenbecker, die einfach besser hören wollen. Da bin ich durchaus optimistisch. Im Herbst steht dann eine wichtige Messe in Hannover an. Bei den Hörgeräten tut sich zur Zeit ja einiges. Mittelfristig erwarte ich auf jeden Fall den Ersatz der Batterien durch neue leistungsfähige und miniaturisierte Akkus.“
Dazwischen auch einzelne Weiterbildungen, „immer am Ball bleiben.“
Perspektivisch plant Rita Zeuner auch eine Azubi-Stelle in Jöllenbeck. „Ich möchte unbedingt einen jungen Menschen mit dem Feuer für die Hörgeräte-Akustik anstecken!“
Übrigens, falls Sie neben Ihrem akustischen auch Ihrem optischen Sinn eine neue Inspiration gönnen möchten: bei ohrginal an der Vilsendorfer Straße erwartet Sie jetzt auch eine ständige Ausstellung der farbenfrohen Bilder von Doris von Normann.
Natürlich nur für mutige Jöllenbecker!
  
Salzgrotte Jöllenbeck
„Ein Jahr feiere ich nicht – fünf Jahre werden gefeiert!“
Nicole Reinert ist sich gewiss, diese klare Aussage treffen zu können, denn im ersten Jahr ist ihr Konzept aufgegangen. „Bei der Bank musste ich seinerzeit einen Business-Plan vorlegen. Den habe ich sehr vorsichtig kalkuliert. Um so mehr freue ich mich, wenn diese Annahmen nicht nur erfüllt, sondern auch überschritten werden.“ So hatte sie z.B. mit einem oder zwei Yoga-Kursen gerechnet und momentan laufen sechs gleichzeitig und sie führt zudem eine Warteliste. „Man kann nicht zu Hause vorm Fernseher sitzen und gesunde Luft einatmen, wie ich sie hier in der Salzgrotte anbiete. Man kann allein Yogaübungen machen, aber in einer kleinen Gruppe zusammen mit einer versierten Yoga-Lehrerin ist es ungleich effektiver. Die Mehrzahl der Yoga-Kurse finden in der Salzgrotte statt. Das passiert nicht zufällig, sondern gerade die Kombination der speziellen Atemtechniken des Yogas und die salzhaltige, trockene Luft der Salzgrotte ergeben einen besonderen Effekt. Zwar wirkt der sich nachweisbar positiv insbesondere bei Menschen mit asthmatischen Beschwerden aus, aber auch jeder gesunde Mensch profitiert davon. Die spezielle Atmosphäre in der Salzgrotte wird übrigens inzwischen mit Erfolg regelmäßig in der Therapie von Menschen mit Behinderungen aus Bethel eingesetzt.“
Personen von zwanzig bis über achtzig Jahre treffen sich in der Salzgrotte zum Yoga. Die Übungen erhöhen die Beweglichkeit, die Muskelspannung, stärken die Balance, sind gut für den Rücken und verbessern die Fitness. Und sie sind auch etwas für Männer! Einen Schnupperkurs mitmachen geht immer. Zum Beispiel beim Kundalini-Yoga: dynamische Körperübungen verbunden mit meditativen Anteilen wirken auf das Nervensystem und ermöglichen eine tiefe Entspannung. Yoga-Lehrerin Friederike Heinrich: „Wir machen alltagstaugliche Übungen, die Spaß machen und direkt ins Herz gehen!“
Ebenfalls im Angebot ist Hatha-Yoga und Sitzhocker-Yoga, geplant ist ein Yoga-Kurs für Teenager. Nach Terminvereinbarung besteht die Möglichkeit zur individuellen Massage.
Nach und nach erweitert sich das Angebot im Salz-Shop. Es lohnt sich also, einfach mal wieder in der Dorfstraße vorbeizuschauen!
  
nahkauf Vilsendorf
„Am Ziel meiner Träume!“
Am Ende hat wahrscheinlich nur noch Holger Thenhausen fest an sein Projekt geglaubt: den verwaisten ehemaligen JIBI/Combi-Standort am Epiphanienweg neu zu beleben. Eingeweihte wissen, welche unglaublichen Steine, NEIN Felsen (!) ihm immer wieder vor die Füße gerollt wurden, auch dann noch, wo er sich fast am Ziel wähnte.
Um es gleich vorweg zu nehmen: wenn jemand in Sachen Gründung eines Supermarktes Durchhaltevermögen bewiesen hat, dann Holger Thenhausen – und es ist extrem unwahrscheinlich, dass irgendeine andere Handelsorganisation seinen Weg noch einmal gehen würde, falls er mit seiner Idee Schiffbruch erleidet. Aber danach sieht es nicht aus! „Der Start hat gut geklappt, sogar besser als zunächst erwartet, wahrscheinlich auch, weil die Vilsendorfer um die Situation wissen und ganz ganz viele Menschen händeringend auf einen Nahversorger im Stadtteil gewartet haben,“ zieht der frisch gebackene Marktleiter eine vorläufige Bilanz der ersten Wochen.
Schnell ein paar Daten: Gut 7.000 Artikel auf knapp 700 m² Fläche, täglich frisch geliefertes Obst, Gemüse und Molkereiprodukte. Mehrfach in der Woche Fleischwaren, Getränke und alle anderen ausverkauften Produkte. An den besten Tagen über 600 Kunden, die zunehmend nicht nur schnell das holen, was sie woanders vergessen haben, sondern gezielt für ihren Wocheneinkauf hierher kommen. „Und diese Kunden brauchen wir natürlich. Als Teil der REWE-Organisation bieten wir die gleiche Qualität zum identischen Preis wie der große REWE-Markt in Babenhausen. Was uns in der Tat noch fehlt ist eine Frischfleisch-Theke. Die Einrichtung ist schon vorhanden und demnächst wird ein Fleischer aus Schloß-Holte probeweise sein Sortiment zweimal pro Woche hier in Vilsendorf anbieten, zunächst in einem mobilen Verkaufsstand vor der Tür. Wenn die Nachfrage stimmt, könnte er dann ohne große Probleme in den Markt wechseln.“
Überrascht ist Holger Thenhausen über den Zuspruch auch aus anderen Teilen des Stadtbezirks: „Wir begrüßen Menschen aus Theesen, aus Jöllenbeck, unten von der Loheide und sogar aus Brake. Hinzukommen Pendler in Richtung Pödinghausen/Enger, die auf dem Nachhauseweg schnell bei uns hereinspringen. Das freut uns sehr.“
Das der neue nahkauf so gut angenommen wird, liegt auch daran, dass nach fünf Monaten Umbauzeit der Laden nicht wiederzuerkennen ist. Das beginnt mit dem komplett neu gestalteten Eingangsbereich, hier hat die Bäckerei Rolf nicht nur den Verkaufstresen „auf Rechts gedreht“, sondern gegenüber einen zugluftgeschützten Aufenthaltsbereich geschaffen, wo man gerne verweilt und mit den Nachbarn ins Gespräch kommt. Ohnehin ist der neue nahkauf ein Ort, an dem man sich trifft und sich austauscht: „Ich beobachte jeden Tag, wie Menschen im Markt stehenbleiben, ins Gespräch kommen, zusammen weiterschlendern. Ganz offensichtlich hat genau so etwas in Vilsendorf gefehlt. Natürlich sind wir ein Supermarkt. Aber indem wir ganz bewusst die Gänge sehr breit halten, ist immer Platz für den eilig durchgeschobenen Einkaufswagen, der die alte Dame, die sich auf ihrem Rollator abstützt, überholt.“ Dazu kommen die brandneuen LED-Deckenlampen, die mit ihrem sehr schönen Licht den Laden hell aber trotzdem sanft ausleuchten. Auch die ganz überwiegende Zahl der Kühlregale entsprechen den neuesten Energiestandards.
Zehn Menschen kümmern sich um die Kunden, den Laden, die Waren. Ältere gemeinsam mit jüngeren Mitarbeitern, alle aus dem Stadtbezirk. Gemeinsam sind sie offen für Wünsche und Anregungen aus dem Kundenkreis, denn natürlich läuft noch nicht alles rund. „Das gute an unserer Zugehörigkeit zur REWE-Organisation ist, dass wir auf diese Wünsche schnell reagieren können. So wird es mehr Bio-Produkte, mehr Lebensmittel für Vegetarier und Veganer geben, mehr Produkte für Menschen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit, zumindest, was unsere Möglichkeiten in dieser Hinsicht erlauben. Ein wenig sind wir auch der große Tante-Emma-Laden, der sein Angebot ganz nah am Kunden plant.“
Geplant ist auch ein Lieferservice innerhalb von Vilsendorf.
Anfang April steht schon die nächste Neueröffnung an: Toto/Lotto, Tabak und Zeitschriften gibt es dann in dem kleinen Ladenlokal gleich nebenan, auch die Postfiliale zieht dort ein.
Im Mai will Holger Thenhausen mit seinem Team und den Vilsendorfern die Neueröffnung mit einem Fest auf dem Parkplatz feiern.
Waren Sie schon da?

  
Fünf Fakten über das „Osterkaninchen“
1. Kaninchen sind Rudeltiere!
Ohne Artgenossen fühlt sich kein Kaninchen wohl. Ein artfremdes Tier oder der Mensch kann den Sozialkontakt mit anderen Kaninchen nicht ersetzen.
2. Kaninchen brauchen Platz!
Wer einmal beobachten konnte, in welchem Umfang Kaninchen Haken schlagen können und mit welcher Geschwindigkeit sie sich fortbewegen, der versteht, dass es nicht artgerecht sein kann, Kaninchen in einen Käfig zu sperren. Als Faustregel gilt 4m² für zwei Kaninchen zur dauerhaften Verfügung - mehr Platz ist immer besser!
3. Kaninchenfutter findet man im Fachhandel?
Das beste Kaninchenfutter wächst auf einer Wiese! Artgerechte Ernährung für die Langohren kann man sich bei den Wildkaninchen abgucken. Wenn im Winter das Wiesengrün rar wird, füttert man Grünfutter aus dem Supermarkt. In erster Linie sollte das aus grünem und blättrigem Gemüse wie Möhrengrün, Kohlrabiblättern, sämtlichen Kohlsorten und verschiedenen Salaten bestehen. Gefolgt von gelegentlicher Abwechslung durch Knollengemüse wie Möhren, Sellerie, Fenchel oder Steckrübe und dann und wann ein kleines Stück Obst.
4. Als Trockenfutter nimmt man das typische Mischfutter mit Pellets und Getreide?
Bitte nicht! Ein gutes Kaninchenfutter hat eine grobe Struktur, beinhaltet ausschließlich getrocknete Kräuter, Blüten und wenig Gemüse, ein paar Saaten, kein Getreide und keine pelletierten oder in Form gepressten Bestandteile. Weder Zucker, noch Honig, Joghurt oder chemische Zusatzstoffe gehören in den empfindlichen Magen der Langohren.
5. Als Ostergeschenk eignen sich lebende Tiere ohnehin nicht.
Kaninchen können 10 Jahre und älter werden. Jährlich müssen die Langohren geimpft und anfangs natürlich auch kastriert werden. Aber ein gutes Fachbuch, ein Informationstermin bei der Schlappohrbande in Jöllenbeck oder vorerst im Zweifel ein Kuschelhase sind sicher die bessere Wahl!
Seit nunmehr 13 Jahren dreht sich bei Nadine Hahn alles um die Langohren. Die Schlappohrbande verfügt über umfassendes Fachwissen und Kompetenz rund um das Thema „Kaninchen“. Wer sich erstmal schlau machen möchte, Informationen einholen oder Probleme oder Fragen zu seinen bereits vorhandenen Kaninchen hat, ist hier genau richtig. Sie finden dort ausgesuchtes, hochwertiges Futter aus Kräutern und Blüten auf natürlicher Basis, eben so, wie es für die Langohren das Beste ist.
Bei der Schlappohrbande finden Sie Jungtiere in vielen verschiedenen Farben aber auch ältere Tiere, bereits kastrierte Rammler oder Notfälle aus der Weitervermittlung. Außerdem bietet Frau Hahn den Service der Urlaubsbetreuung, kostengünstige Sammelimpfaktionen sowie eine intensive Beratung und Hilfe an.
Ausführliche Informationen zur Schlappohrbande finden Sie auf www.schlappohrbande.de
Frau Hahn steht Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite: Mobil 0171-85 38 457 oder per E-Mail an schlappohrbande@gmx.de
  
Willis beste Mettwurst bleibt!
Die Fleischerei Kronsbein schließt. Nach drei Generation und 122 Jahren. 122 Jahre, in denen mitten in Jöllenbeck geschlachtet und jeden Tag handwerklich frische Wurst hergestellt sowie frisches Fleisch angeboten wurde. 122 Jahre, in denen unzählige Jöllenbecker treu zu dieser Fleischerei standen, oft ebenfalls über Generationen hinweg. Eine wechselseitige Kundenbindung, die fast familiäre Züge hatte. „Das dies jetzt zu Ende geht, schlägt mir schon auf den Magen,“ gesteht Ulrike Kronsbein, die seit zweiundvierzig Jahren mit im Geschäft steht. „Ich komme gebürtig aus Enger und habe als junge Frau eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht. Da meine Großeltern in Jöllenbeck wohnten, war ich häufig hier zu Besuch und kannte natürlich auch den Betrieb. Wirklich kennengelernt haben wir uns auf einer Tanzveranstaltung in Bünde. Es war eine schöne Zeit.“ Willi Kronsbein ergänzt: „Da hat sich damals eine Clique aus Jöllenbeck gefunden, die es so heute noch gibt.“ Mit dem Blick zurück erklärt Willi Kronsbein: „Mein Beruf hat mir immer Spaß gemacht und tut es noch heute. Aber ganz ehrlich: wenn es Sonnabendnachmittag wird, die Arbeit ist getan und nichts liegt mehr an – das genießen wir jetzt schon!“
So ganz die Hände in den Schoß legen, wollen die Kronsbeins allerdings nicht. Ladengeschäft und Partyservice werden der Vergangenheit angehören. Ein Schwerpunkt soll die Zucht der Berichon du Cher-Schafe und der Dexter-Rinder sein (siehe auch den Bericht im Blickpunkt April 2017 im Internet unter www.blickpunkt-joellenbeck.de). Die Kronsbeins engagieren sich dazu im Freundeskreis der Dexter-Liebhaber. Ulrike Kronsbein überlegt, ob sie Kochrezepte zusammenstellen möchte, die man mit einem vertretbaren zeitlichen und organisatorischen Aufwand nachkochen kann, die gelingen und dazu noch gut schmecken.
Der Schlachtbetrieb wird in einem eingeschränkten Rahmen fortgeführt. Deshalb kann man auch in Zukunft im Hofladen Düsediekerbäumer in Oetinghausen Willis beste Mettwurst finden. Zumindest ein kleiner Trost.
  
Nach 30 Jahren:
Maria geht in den Ruhestand
Erst an der Beckendorfstraße und seit fünfzehn Jahren an der Vilsendorfer Straße: jeder Jöllenbecker kennt die Änderungsschneiderei von Maria Gaese.
Die gelernte Näherin und gebürtige Athenerin kam 1971 nach Bielefeld. Hier kamen ihre drei Kinder und inzwischen schon sechs Enkelkinder zur Welt. Maria änderte von der Hose bis zum Brautkleid, vom Pelzmantel bis zur Lederjacke alle Kleidungsstücke, die ihre Kunden zu ihr brachten, sogar einmal ein Nikolaus-Kostüm.
Rückblickend sinniert Maria: „Ich habe in meinen beiden Nähstuben immer allein gearbeitet. So ganz allein war ich ja auch nicht, denn immer wieder erklang die Türglocke, wenn die nächste Kundin, der nächste Kunde kam. Und dann hatte ich auch Zeit für ein Gespräch. Meine Arbeit hat mir immer Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich so tolle Kunden hier in Jöllenbeck hatte. Manchmal war es richtig lustig. Daher bin ich schon etwas traurig, dass das jetzt zu Ende gegangen ist. Mal sehen, wie ich es als Rentnerin aushalte!“
Im Dezember hatte Maria noch mal ihre Kundinnen auf eine Tasse Kaffee oder ein Glas alkoholfreien Sekt eingeladen. Kuchen und griechischer Kartoffelsalat standen auch bereit. Die Stimmung war gut, es wurde viel gelacht – und die Nähnadel blieb an diesem Tag einfach mal im Nadelkissen stecken.
Maria freut sich auf ihren Unruhestand und sie freut sich, wenn der eine oder andere vielleicht doch noch ein Kleidungsstück geändert haben möchte: unter der Telefonnummer 05206 / 70 66 80 ist Maria auch weiterhin zu erreichen, auch wenn sie Anfang Januar ihren Laden an der Vilsendorfer Straße geräumt haben wird.
  
Angekommen
In der ersten Novemberwoche hat Birgit Dittrich ihre neue Räumlichkeit im Untergeschoss des Jürmker Sportstudios bezogen. Der alte Tresorraum der Sparkasse ist nicht wiederzuerkennen – heimelig, in warmen Tönen ausgestattet (Foto links). Die gut besuchte Eröffnungsfeier bevölkerten nicht nur ihre Kunden, die sie in den letzten eineinhalb Jahren gewonnen hatte, sondern viele Neugierige gesellten sich dazu. Ach übrigens, die Tresortür wird nicht verschlossen ...
„Die Menschen, die mich aus dem Peppmeiersiek kannten, sind durchweg von dem Raum hier angetan, insofern war der Schritt richtig. Zudem sehen die Kunden des Sportstudios mein Angebot und sie fragen auch aktiv nach, da entwickelt sich was!“, freut sich Birgit Dittrich in einem Resümee des ersten Monats an der Spenger Straße.
Die gute Nachricht für Unentschlossene: das Kennenlernangebot (30 Minuten Rückenmassage für nur 25,-€) wird viel nachgefragt und daher bis zum Jahresende verlängert!
Die zweite gute Nachricht: natürlich bleibt auch die Treuekarte (nach zehn Terminen ist der elfte gratis, die vorher gebuchten Zeiten werden dabei gemittelt)!
An und für sich vergibt Frau Dittrich die Termine nur telefonisch (Telefon 05206 / 99 82 661), im Dezember probiert sie zusätzlich eine Beratungsstunde aus: an drei Vormittagen, jeweils an einem Mittwoch – 6., 13. und 20. Dezember – zwischen 10 und 11.00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich persönlich vor Ort beraten zu lassen: „So können mich die Menschen kennenlernen und wir können über einen individuellen Massageplan sprechen. Welche Techniken wie kombiniert werden können, um ein gemeinsam zu definierendes langfristiges Ziel zu erreichen, ist bei jedem Menschen anders. Oder, man möchte nur einfach mal `runter kommen, auch dafür habe ich einiges in petto.“
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Moderne  Zahnheilkunde auf der Höhe der Zeit
Kaum jemand geht gerne freiwillig zum Arzt und ein Zahnarztbesuch weckt bei vielen ganz besondere Erinnerungen. Das Kreischen des Bohrers, das Knirschen und Knacken, wenn ein Zahn gezogen wird – selbst gestandene Männer werden dabei blass. „Unser Ziel ist, dass es gar nicht so weit kommt,“ nimmt Magdalene Schoenitz den Faden auf, „wir wollen die Zähne unserer Patienten erhalten und geben der Vorsorge breiten Raum – auch wörtlich zu nehmen, denn der erste Stock wird zum Prophylaxe-Zentrum ausgebaut. Vorbeugen ist viel besser als reparieren und tut auch nicht weh!“
Frau Schoenitz und ihr Ehepartner Christoph führen die Zahnarztpraxis an der Jöllenbecker Straße 404 in Theesen seit fünfeinhalb Jahren. Im April 2012 übernahmen sie die eingeführte Praxis von Dr. Schumann. Vorher haben beide viel Erfahrungen als angestellte Zahnärzte und als Vertretung in ganz OWL und dem angrenzenden Niedersachsen bis hin zum Niederrhein gesammelt. „Wir wollten gerne zurück nach Bielefeld und als wir von der Möglichkeit hier in Theesen erfahren haben, war es wirklich ein Glücksfall,“ erinnert sich Magdalene Schoenitz.
Die Praxis war bislang nur im ersten Obergeschoss angesiedelt, jetzt erstreckt sie sich über das gesamte Haus. Der Eingang ist nach vorne zur Jöllenbecker Straße verlegt: „Die Behandlungsräume sind jetzt ebenerdig und barrierefrei erreichbar, das war für uns sehr wichtig,“ betont Frau Schoenitz. Viel Licht und eine helle moderne Anmutung empfangen den Besucher. Schöne großformatige Fotos von Bielefeld und Umgebung ergänzen harmonisch die Einrichtung auch in den Behandlungsräumen. Mehr Platz und mehr Komfort sind aber nicht die einzigen Erneuerungen erklärt Frau Schoenitz: „Wir haben unser Methodensprektrum erweitert indem wir jetzt ein Mikroskop zur Wurzelbehandlung installiert haben. Für den besseren Komfort der Patienten wurden die bestehenden Behandlungsstühle mit Tempur-Auflagen versehen, ein neuer Behandlungsstuhl ist von vornherein mit einer Tempur-Polsterung ausgestattet.“
Alle Abläufe in der Praxis sind digitalisiert, auch die Röntgenaufnahmen fließen direkt in die digitale Patientenakte ein.
Im kommenden Jahr wird im Obergeschoss ein spezieller Behandlungsbereich für ganz junge Patienten eröffnet. „Zwar ist Karies bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu früher zurückgegangen, aber natürlich kommen auch Kinder zum Zahnarzt und auf deren spezielle Bedürfnisse wollen wir noch besser vorbereitet sein. Für die jungen Patienten gibt es daher oben ein separates Wartezimmer und gleich nebenan einen Still- und Wickelraum.“
Das Team um Magdalene und Christoph Schoenitz umfasst zahnmedizinische Fachassistentinnen und zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentinnen, ergänzt um eine Auszubildende. Es existiert eine Kooperation mit einem Chirurgen, wobei die Operationen in der Praxis in Theesen stattfinden . Der Schwerpunkt der Praxis liegt in der ästhetischen Zahnheilkunde und der Wurzelkanalbehandlung. Vertiefte Kenntnisse bestehen zudem in der Kinder-Zahnheilkunde, der Parodontologie, der Prothetik und der Behandlung von Kiefergelenkerkrankungen.
Die Patienten kommen aus einem weiten Umkreis, von den benachbarten Bielefelder Stadtteilen bis nach Spenge und Enger. „Wir haben tolle Patienten und uns und unserem Team macht die Arbeit Spaß, darin werden wir immer wieder durch ganz viele positive Kommentare bestätigt,“ strahlt Magdalene Schoenitz zum Abschluss.

  
Physiotherapie Kemminer
Hier wartet stets ein Lächeln auf Sie
Seit über zwanzig Jahren ist „Kemminer“ in Jöllenbeck ein Begriff, wenn es um Physiotherapie geht. Zuerst an der Beckendorfstraße angesiedelt, dann 2003 der Umzug in die ehemalige Sparkassen-Geschäftsstelle hinter dem alten Kleinbahnhof und jetzt seit April in der Amtsstraße 19. Hier behandelte über Jahre hinweg Dr. Mudrack die Zahnleiden der Jöllenbecker. Heute dringt kein Kreischen der Bohrer mehr nach draußen, gerne steigen die Besucher die Treppe in den ersten Stock hinauf, ganz freiwillig und häufig mit einem Lächeln im Gesicht.
In sechs Räumen auf zwei Etagen kümmern sich vier Mitarbeiterinnen um das Wohlergehen nicht nur der Jöllenbecker. Viel Zuspruch erhält die Physiotherapie-Praxis Kemminer auch aus dem Raum Enger/Spenge.
„Wir haben ganz klassische Krankengymnastik nach Bobath im Programm, dazu verschiedene Massagen und Wellness-Behandlungen. Für die nahe Zukunft plane ich den Erwerb spezieller Geräte für Therapien mit einem Schwerpunkt für ältere Menschen. Ohnehin erweitern wir unser Angebot immer mal, ohne dabei allen Modetrends hinterher zu laufen. Dies schätzen unsere Kunden offenbar, denn viele kommen schon über Jahre zu uns. Natürlich auch, um vorzubeugen, dass einmal aufgetretene Beschwerden sich nicht wieder einstellen. Abgerundet wird unser Kompetenzspektrum durch Ernährungsberatung und cranio-sakrale Therapien, die ebenfalls hier in den Räumen durchgeführt werden,“ stellt Jörg Kemminer im Gespräch fest.
Was es in den neuen Räumen jetzt nicht mehr gibt und auch nicht mehr geben wird, sind Trainingsangebote an Geräten, wie man sie in einem Fitness-Center erwartet.
Während die Behandlungen in der Regel nach einer halben Stunde beendet sind, können andere, wie z.B. Lymphdrainagen bis zu einer Stunde dauern. Bestimmte Behandlungen werden auf Wunsch auch im Rahmen von Hausbesuchen durchgeführt.
Ob Sie unter 20 oder über 90 sind – bei „Kemminer“ wartet immer ein Lächeln auf Sie.
  
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