Vereine - Blickpunkt Jöllenbeck

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Statement zur Kündigung durch die Sängergemeinschaft
Als ich mich 2014 bereitfand, die Leitung der Sängergemeinschaft Jöllenbeck zu übernehmen, hatte ich mir eigentlich vorgenommen, vorerst keinen weiteren Chor (ich war zu dem Zeitpunkt auch noch für den Frauenchor Hiddesen tätig) mehr zu übernehmen; zu sehr hatten mir die ewigen Debatten und Diskussionen mit dem MGV Germania-Sieker zugesetzt. Es ist nicht leicht, als junge Frau Menschen, die die eigenen Großeltern sein könnten, anzuleiten; sich von „so einem jungen Ding“ etwas sagen zu lassen, ist nicht einfach.
Dennoch überredete mich Karl-Heinz Husemann und ich habe meine Zusage nie bereut. In der Sängergemeinschaft stieß ich zunächst auf großes Wohlwollen, Neugierde und gemeinsame Sangesfreude. Natürlich gab es auch zu Beginn vereinzelte Stimmen, die den Sinn der Veränderung von 5 Minuten Einsingen zu 25 Minuten Stimmbildung nicht erkennen konnten, aber die breite Resonanz unserer folgenden Auftritte gab meiner Arbeit recht. Stets wurde hervorgehoben, dass der Chor jünger klänge als zuvor und welch deutliche Verbesserung eingetreten sei. Dies hat uns gemeinsam angespornt und mir die nötige Rechtfertigung beschert. Ebenso wie im Sport gilt es beim Singen, Muskulatur aufzubauen, zu stärken und beherrschen zu lernen. Dafür sind die Aufwärm- und Technikeinheiten, das, was ich „Stimmbildung“ nenne, vonnöten. So, wie der Fußballer seine Muskulatur aufwärmt und seine Kondition trainiert, wenn er zu Beginn des Trainings Runde um Runde um den Platz läuft, so erzielt der (Chor-)Sänger Fortschritte und Stimmgesundheit in diesen ersten 25 Minuten. Viele Mitglieder der Sängergemeinschaft konnten die positiven Effekte selbst spüren und hatten Freude daran. Natürlich machen diese Routineübungen nicht gerade großen Spaß. Ich selbst, als ausgebildete klassische Sopranistin, mache täglich 90 Minuten derartige Übungen, bevor ich mich an die Literatur wage, und ich wünschte mir oft, ich könnte diese Phase überspringen. Das funktioniert jedoch nicht, und der Spaß ist umso größer, wenn man bemerkt, welch positive Entwicklung fortschreitet, wenn man sich durch diese Einstiegsphasen kämpft.
Karl-Heinz Husemann und seine Frau haben diesen Spaß entdeckt und stets hinter meiner Arbeit gestanden – auch, wenn es im Chor einmal Unmut gab und der Zusammenhalt schwierig wurde. Dafür danke ich den beiden herzlich. Ich weiß, dass sie die Entscheidung, sich von mir zu trennen, mit großem persönlichen Unbehagen getroffen haben, und ich bedaure es sehr, dass der Chor sie in diese Situation gebracht hat. Bis in den November des vergangenen Jahres haben wir stets das offene Wort gepflegt und schwierige Situationen im Plenum gemeinsam diskutiert und gemeistert. Warum dies plötzlich nicht mehr erfolgte, weiß ich nicht, ich verstehe den Umschwung nicht und bedaure ihn zutiefst. Ich weiß, wie viele Mitglieder sich gegen die Fortführung meiner Arbeit ausgesprochen haben, begreifen kann ich es jedoch nicht. Wenn die Zahl stimmt, so muss ich mich in einigen schwer getäuscht haben, oder sie haben mir andere Haltungen vorgespiegelt als sie tatsächlich einnehmen. Darüber möchte ich nicht Nachdenken. Ich habe stets gern am Pult gestanden und das ist es, was ich in Erinnerung behalten möchte.
Die Leitung der Sängergemeinschaft beinhaltete für mich jedoch viel mehr als nur die Abhaltung von Chorproben. Gemäß einem geflügelten Wort gibt es nur wenige Möglichkeiten, „Jöllenbecker“ zu werden – denn eigentlich kann man nur als solcher geboren sein. Ich lebe seit 2005 in unserem schönen Stadtbezirk, aber erst durch die Sängergemeinschaft bekam ich Einblicke in das Leben in Jöllenbeck, lernte den Heimatverein, den Sozialverband, das Bezirksamt und die Bezirksvertretung kennen und wurde in Planungen eingebunden. Es ist mir möglich geworden, mich politisch zu äußern und für den Stadtbezirk zu engagieren, ohne einer Partei beitreten zu müssen, kurzum: Ich fühlte mich in Jöllenbeck angekommen. Ich hoffe sehr, dass meine Kündigung durch die Sängergemeinschaft nicht einer Kündigung durch den Stadtbezirk gleichkommt. Ich möchte Jöllenbecker bleiben und noch viele weitere Projekte auf den Weg bringen.
Lara Venghaus, 23.01.2018

  
Neujahrsempfang des CVJM
Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des 175-jährigen Jubiläums des Posaunenchors des CVJM, so auch der Neujahrsempfang am 21. Januar. Gast der Veranstaltung war Monika Hofmann, Professorin im Fachbereich Kirchenmusik Klassisch an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.
Frau Prof. Hofmann (auf dem Foto links am Rednerpult) berichtete über das Projekt „Brass for Peace“, das sie gemeinsam mit Pfarrer Eberhard Helling ins Leben gerufen hat. Inhalt dieses Projektes ist die Ausbildung von Jungbläsern an drei lutherischen Schulen in Bethlehem. Das Projekt existiert seit neun Jahren.
Mit zahlreichen Fotos und kurzen Videosequenzen schilderte Prof. Hofmann eindrücklich die zahlreichen kleinen und großen Probleme und Missgeschicke, die den Alltag mit den jungen Bläsern in Bethlehem prägen – aber auf der anderen Seite genauso häufige Momente des Glücks und der Bestätigung dieser Arbeit. Getragen wird sie vor Ort durch Freiwillige aus der Bundesrepublik, die jeweils ein Jahr in Bethlehem leben, organisieren und unterrichten. Sie erhalten dafür lediglich Kost und Logis, dazu die Flugkosten und ein kleines Taschengeld.
„Brass for Peace“ ist aus dem Wunsch entstanden sich aktiv für den Frieden im Heiligen Land einzubringen. Die Möglichkeiten sind angesichts der großen Fragen und Nöte, die die Menschen dort vor Ort umtreiben, eher bescheiden. Aus der Ferne betrachtet mutet es schon erstaunlich an, dass in nicht einmal zehn Kilometer Entfernung zu dem weltpolitischen Brennpunkt Jerusalem so etwas überhaupt möglich ist. Prof. Hofmann konnte beredt Zeugnis  darüber ablegen, welche individuellen Entwicklungssprünge einige der Schüler*innen gemacht haben.
Die beiden nächsten Termine im Jubiläumsjahr:
10. März 2018 – Konzert mit den Posaunenchören aus Gütersloh
17. April 2018 – Über die Entstehung der Posaunenchöre, Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein
  
Blick zurück nach vorn
Offene Jugendarbeit am Marktplatz
Zu den Dingen, die im abgelaufenen Jahr im Stadtbezirk neu bzw. anders gemacht wurden und deren Fortsetzung wünschenswert ist, zählt die Woche, in der die Offene Tür (OT) des CVJM an den Marktplatz verlagert wurde.
Max Hoffmann vom CVJM Jöllenbeck: „Die Idee dazu wurde im Team geboren. Hier in der Schwagerstraße kommen die Jugendlichen zu uns. Vieles spielt sich hier im Haus bzw. auf dem Areal ab. Nur bei der aufsuchenden Arbeit gehen wir direkt in die Quartiere. Abgesehen von den Jugendlichen bekommt die überwiegende Mehrzahl der Menschen in Jöllenbeck von all dem gar nichts mit. Dies zu ändern war uns ein Anliegen. Der Marktplatz ist der zentrale öffentliche Ort in Jöllenbeck, wo sonst könnte unser Angebot öffentlicher präsentiert werden?“
Dankenswerterweise wurde ein leerstehendes Ladenlokal dem CVJM für die Woche kostenfrei zur Verfügung gestellt. Damit gab es einen Rückzugsort bei schlechtem Wetter und vor allem ein Ort, den die Jugendlichen nach ihren Ideen gestalten und vereinnahmen konnten. In den Herbstferien war es dann so weit. Für die Werktage von Montag bis Freitag wurde ein Programm entwickelt. In dem umgestalteten Ladenlokal gab es jeden Tag verschiedene Angebote, von der Safttheke über Fahrradbasteln bis zu Rückzugsräumen. Draußen auf dem Platz wurde am Montag und Dienstag ein Streetsoccer-Areal abgetrennt, mit Banden, die verhinderten, dass Bälle unkontrolliert durch die Gegend flogen. „Am Montag haben wir erst einmal nur so auf dem Marktplatz gekickt, am Dienstag kam der Treffpunkt Oberlohmannshof mit seinen Mannschaften und wir haben ein kleines Turnier veranstaltet. Auch der Mittwoch sollte einen sportlichen Schwerpunkt bekommen, aber der Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Team von ‚Spielen mit Kindern‘ unterstützte uns dann am Donnerstag, für die Älteren gab es zeitgleich als Alternative eine Fahrt zur Spielemesse nach Essen. Da wir den Wochenmarkt am Freitag nicht stören wollten, verlegten wir die Aktivitäten für diesen Tag komplett nach drinnen – mit Live-Musik konnten wir noch mal richtig ‚Leben in die Bude‘ bringen.“
Im Vorfeld wurde an den Schulen Werbung für die Aktion betrieben und daher kamen auch Jugendliche vorbei, die nicht zum Kern der OT-Besucher zählten. Zudem wurden gezielt auch Jugendliche unter 12 Jahren angesprochen. „Unsere Jugendlichen fanden das absolut klasse, wir hatten wirklich Spaß dabei. Besonders hervorzuheben ist jedoch das durchgehend positive Feedback der Menschen drumherum. Von den Ladenbesitzern, die übrigen Besuchern auf dem Platz, gerade auch von älteren Jöllenbeckern. Der allgemeine Tenor war, ‚endlich ist wieder Leben auf dem Marktplatz!‘ Daher möchten wir die Aktion in 2018 wiederholen.“
Die Planung läuft schon und wenn alles glatt geht, wird in der ersten Woche der Osterferien der Marktplatz an der Amtsstraße wieder von den Jugendlichen bevölkert.
Übrigens hält der CVJM weiterhin zwei offene Sportangebote vor (d.h. Teilnahme ohne Mitgliedschaft, ohne Beitrag, ohne Anmeldung):
•    jeden Dienstag ab 17.00 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Dreekerheide Fußball für Jungs
•    jeden Donnerstag ab 15.30 Uhr in der Sporthalle der Realschule Tanzen und Ballsport für Mädchen.
  
Charity Diner
Ostwestfälisch Crossover
Seit Jahren wird auf allen Ebenen für das ehrenamtliche Engagement geworben. Es begegnet uns überall: in den (Sport-)Vereinen, Kirchen, diversen Fördervereinen von Kita über Schule bis hin zur Kultur, in der (Kommunal-)Politik, bei der Integration geflüchteter Menschen, bei der Betreuung älterer Mitbürger. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Ehrenamt ist wichtig, weil es ein substantieller Bestandteil unserer Gesellschaft ist und weil ohne dieses unentgeltliche Mitarbeiten dieses Land ärmer wäre, weil unser Miteinander Schaden nehmen würde.
Andererseits stößt das Ehrenamt auch an Grenzen: immer dort, wo Professionalität in einer über Jahre tagtäglich verlässlichen Arbeit der einzige Weg zum Ziel ist, wird das Ehrenamt dies nur begleiten können. Eine besondere Situation tritt ein, wenn durch ehrenamtliches Engagement die professionelle Arbeit mitfinanziert wird. Dies trifft auf die Stelle in der Gruppenarbeit des CVJM in Jöllenbeck zu, die die Förderinitiative des CVJM zu fast dreiviertel selbst bezahlt – tagtäglich, verlässlich, Jahr für Jahr.
Nun ist der CVJM Jöllenbeck der Zahl der Mitglieder nach einer der größeren Vereine im Stadtbezirk, dennoch legt diese Verpflichtung als „Arbeitgeber“ den Finanzen des Vereins besondere Fesseln an, insbesondere, wenn der Anspruch besteht, dieser Verpflichtung nicht alles andere unterordnen zu müssen.
Daher entwickelt der Vorstand seit jeher eine enorme Kreativität in der Erschließung neuer Finanzquellen, in der Regel stets gepaart mit einem erneuten und immer wieder neu gefordertem ehrenamtlichen Engagement. Neu in diesem Jahr: das Charity Diner.
Hundert Karten waren im Nu verkauft, die Deele des Uphofs sollte die besondere Atmosphäre beisteuern, ein kulturelles Begleitprogramm aus dem gemeinsamen Essen ein richtiges Event erwachsen lassen – eben ein Diner. Thema: Ostwestfälisch Crossover.
Vorweg gesagt, die Stimmung war grandios. Dreißig Menschen aus dem CVJM zauberten ein kulinarisch anspruchsvolles 4-Gänge-Menü auf die festlich dekorierten Tische, das mit jedem Gang die Gäste aufs Neue überraschte und begeisterte. Dazwischen Zeit zum Gespräch und Zeit für Unterhaltung in Form von musikalischen Beiträgen, Zaubereien und Artistik – den Höhepunkt markierte das Ensemble ‚Die DesHarmoniker‘, die den Geist der Comedian Harmonists der zwanziger Jahre wiederbelebten (Foto rechts oben). Eine Tombola mit Gewinnen mit „Jürmker Flair“ rundete den Abend ab. Diese wunderschönen fünf Stunden im Uphof wird keiner der Teilnehmer so schnell vergessen. Vielen Dank an die Spender und Unterstützer, die so ein Highlight haben Gestalt annehmen lassen! Ganz besonderen Dank an das Team, das die Gäste perfekt umsorgte.
Das Charity-Diner hat seinen primären Zweck erfüllt, wobei es natürlich nur ein Beitrag unter mehreren ist, die oben genannte Stelle zu finanzieren. Mit hundert Gästen aus Jöllenbeck dürfte auch das Potential in unserem Stadtbezirk längst nicht ausgeschöpft sein, andererseits kann man so etwas auch nicht beliebig wiederholen. Vielleicht ringt man sich zu einem solchen Event pro Jahr durch, das wäre begrüßenswert, auch im Sinne derer, die diesmal keine Karte mehr ergattern konnten.
Wenn Sie die Gruppenarbeit durch eine regelmäßige Spende unterstützen möchten, nehmen Sie einfach unter 05206/91 79 46 Kontakt auf, dort wird Ihnen geholfen. Jeder Betrag ist willkommen.
  
Michael Blaschke beim Männerfrühstück
Von Wölfen und Windrädern
Der bekannte Naturfilmer aus Jöllenbeck zu Gast beim Männerfrühstück des CVJM. Seit vielen Jahren produziert der Diplom-Biologe Michael Blaschke im Auftrag des WDR Filme über Landschaften und ihre Flora und Fauna in Nordrhein-Westfalen. Das es diese fest im Programm verankerte Fernsehreihe gibt, ist nach seiner Meinung ein Glücksfall – der damalige Intendant hätte diese Reihe gegen Widerstände ins Programm genommen und damit langfristig finanziell gesichert, das würde heute wahrscheinlich nicht mehr passieren. Einer der vielen produzierten Streifen beschäftigt sich mit den kleinen Bächen in der Senne. Hier ist dank jahrzehntelanger Verwendung als Truppenübungsplatz die Natur noch intakt, so paradox sich das anhören mag. Bei den Dreharbeiten hatte Michael Blaschke ein sog. Ur-Erlebnis: das Wasser in diesen Bächen hat Trinkwasserqualität und kann ohne weiteres so getrunken werden. „Ich kannte immer nur die sehr berechtigte Ermahnung, kein Wasser aus der freien Natur zu trinken – wie weit haben wir uns schon von unseren Wurzeln entfernt!“ Natürlich hatte Michael Blaschke Ausschnitte aus diesem Film mitgebracht.
Diese Filme dreht er zwar immer noch, im Hauptberuf leitet er seit wenigen Jahren die Öffentlichkeitsarbeit des Landesbetriebes Wald und Holz NRW. In dieser Eigenschaft griff er zwei Themen auf, die von der Männerrunde durchaus kontrovers diskutiert wurden: Wölfe und Windräder. Bei beiden plädierte er dafür, sie zuzulassen, wenn auch unter Auflagen. So warnte er eindringlich davor, freilebende Wölfe in irgendeiner Weise zu verniedlichen. Man dürfe sie jedoch nicht dämonisieren. In vielen Gegenden Europas leben seit Jahrzehnten, bzw. schon immer Wölfe in freier Wildbahn, ohne das es zu ernsten Gefahren für die ansässige Bevölkerung kommen würde (Zitat: „möglicherweise haben Sie schon mitten unter ihnen Urlaub gemacht, in der Schweiz, in Italien, Spanien“). Wichtig wäre die Erkenntnis, dass der Wolf als Individuum Schutz braucht, als Art jedoch keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum hat, er komme mit der durch den Menschen geformten Landschaft auch in Nordrhein-Westfalen zurecht. Daher müssten wir uns auf weiteren Zuzug von Wölfen einstellen. Bei nachgewiesenen Problemwölfen forderte er die Herausnahme dieser Tiere.
In Sachen Windkraft ordnete Michael Blaschke sie als Übergangstechnologie ein, allerdings die mit Abstand effektivste regenerative Form der Energiegewinnung mit dem in Relation zur gewonnenen Leistung geringsten Einfluss auf die Natur und Landschaft. Weitläufige Windparks wie z.B. im Paderborner Land, wären sicher nicht schön, aber wären Kohle- oder Atomkraftwerke eine Alternative? Bei der Frage, Windräder auch im Wald zuzulassen, forderte Michael Blaschke genau hinzusehen. Dort, wo nach Kyrill große Flächen mit Nadelhölzern schnell aufgeforstet wurden, die als Nutzwald in wenigen Jahren bis Jahrzehnten wieder eingeschlagen werden, sieht er eine Errichtung von Windrädern als durchaus akzeptabel an. In naturnah bewirtschafteten Laubwäldern würde er sie ablehnen.
Im Ehrenamt ist Michael Blaschke Vorsitzender des Bielefelder Vereins „Pro Grün“. Hier erinnerte er an die Anfänge dieses bürgerschaftlichen Engagements im Zusammenhang mit dem damals drohenden Abriss der Ravensberger Spinnerei. Zwei aktuelle Themen, die der Verein begleitet, sind die Freilegung der Lutter und die Erweiterung des Hochschulcampus. Während er die Anstrengungen, die Lutter in der Innenstadt wieder an die Oberfläche zu holen uneingeschränkt befürwortete, sah er die geplanten Massnahmen in Babenhausen eher kritisch. Ob diese neuen Areale inklusive der Stadtbahnverlängerung wirklich gebraucht würden, sah er als nicht erwiesen an und thematisierte im Gegenzug den enormen Flächenverbrauch.
  
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